Kind und Buch
1854“Komm her einmal, du liebes Buch; Sie sagen immer, du bist so klug. Mein Vater und Mutter, die wollen gerne, Daß ich was Gutes von dir lerne; Drum will ich dich halten an mein Ohr; Nun sag mir all′ deine Sachen vor.
Was ist denn das für ein Eigensinn, Und siehst du nicht, daß ich eilig bin? Möchte gern spielen und springen herum, Und bleibst du immer so stumm und dumm? Geh, garstiges Buch, du ärgerst mich, Dort in die Ecke werf′ ich dich.”
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Interpretation
Das Gedicht "Kind und Buch" von Johann Wilhelm Hey erzählt von einem Kind, das ein Buch als Quelle des Wissens und der Weisheit betrachtet. Das Kind wird von seinen Eltern ermutigt, aus dem Buch zu lernen, und es versucht, das Buch zu hören, indem es es an sein Ohr hält. Doch das Buch bleibt stumm und das Kind wird ungeduldig. Es möchte lieber spielen und herumspringen, als sich mit dem Buch zu beschäftigen. Das Gedicht zeigt die Spannung zwischen dem kindlichen Wunsch nach Spiel und Spaß und der elterlichen Erwartung, dass das Kind sich mit dem Buch beschäftigen soll. Das Kind fühlt sich von dem Buch genervt und wirft es schließlich in die Ecke. Das Gedicht verdeutlicht die Schwierigkeit, Kinder für das Lernen zu begeistern und die Herausforderung, Kinder zum Lesen zu motivieren. Das Gedicht "Kind und Buch" ist eine humorvolle Darstellung der kindlichen Perspektive auf das Lernen und die Bildung. Es zeigt, wie Kinder oft das Interesse an Büchern und dem Lernen verlieren, wenn sie nicht auf unterhaltsame und ansprechende Weise präsentiert werden. Das Gedicht erinnert uns daran, dass es wichtig ist, Kinder für das Lernen zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass Bildung Spaß machen kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Direkte Ansprache
- Komm her einmal, du liebes Buch;
- Ironie
- Mein Vater und Mutter, die wollen gerne, Dass ich was Gutes von dir lerne; Drum will ich dich halten an mein Ohr; Nun sag mir all' deine Sachen vor.
- Personifikation
- Nennst du mich dumm, ich sag dir was: Ich bin es, der dir klug und wahr Von allen Sachen sagt und schwört, Und nicht du, der mich lesen lernst.
- Wiederholung
- Ich bin es, der dir klug und wahr Von allen Sachen sagt und schwört, Und nicht du, der mich lesen lernst.