Keine Dunkelheit trägt dich aus meinem Aug′
1925Der Abend trägt die Dinge fort, Damit die Herzen näher zueinander rücken. Noch die Nacht hat einen glühenden Faden, der uns leuchtet, Keine Dunkelheit trägt dich aus meinem Aug′.
Wenn die Sonne unter den Bäumen hingeht, Und die Nacht aus dem Gras aufsteht, Folge ich deines Herzens brennender Spur. O, nimm von meinen Lippen den lautlosen Schwur.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Keine Dunkelheit trägt dich aus meinem Aug'" von Max Dauthendey beschreibt die tiefe Verbundenheit zweier Menschen, die durch die Zeit und die Dunkelheit nicht getrennt werden kann. Der Abend und die Nacht werden als Symbole für das Heranrücken der Herzen und die unendliche Liebe dargestellt. In den ersten beiden Strophen wird die Idee vermittelt, dass die Dunkelheit die Dinge zwar fortträgt, aber die Herzen einander näher bringt. Ein glühender Faden, der in der Nacht leuchtet, symbolisiert die unendliche Liebe und Verbundenheit, die selbst die Dunkelheit nicht überwinden kann. Die Augen des lyrischen Ichs halten die geliebte Person fest, selbst wenn sie physisch nicht anwesend ist. In den letzten beiden Strophen wird die Suche nach der geliebten Person in der Nacht beschrieben. Die Sonne geht unter, und die Nacht steigt aus dem Gras auf, was eine mystische und romantische Atmosphäre schafft. Das lyrische Ich folgt der brennenden Spur des Herzens der geliebten Person und fleht sie an, den lautlosen Schwur von seinen Lippen zu nehmen. Dies könnte als eine Bitte um Erwiderung der Liebe oder um ein Zeichen der Zuneigung interpretiert werden.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Keine Dunkelheit trägt dich aus meinem Aug′
- Metapher
- nimm von meinen Lippen den lautlosen Schwur
- Parallelismus
- Wenn die Sonne unter den Bäumen hingeht, Und die Nacht aus dem Gras aufsteht
- Personifikation
- Der Abend trägt die Dinge fort