Katzen

Gerrit Engelke

1918

Bleib noch länger goldnes Dämmern - Wie wird der Tag schon matt und blauer - Verstummt ist Lärm und Werkstatthämmern. Die Nacht liegt auf der Lauer -

Der Schlüssel schließt die Häusertore. Nun Wandrer meide die dunkle Mauer - Das Licht ist aus - es klingt im Ohre - Liegen Strolche auf der Lauer? -

Hinauf die knarrenden Windeltritte. Die Gasse wäscht ein Regenschauer. Bald nahen im Schlafe weiche Schritte: Der Traum liegt auf der Lauer -

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Illustration zu Katzen

Interpretation

Das Gedicht "Katzen" von Gerrit Engelke beschreibt den Übergang vom Tag zur Nacht in einer Stadt. Es beginnt mit einem goldenen Dämmern, das den Tag allmählich matt und blauer werden lässt. Die Geräusche des Tages, wie Lärm und Hämmern, verstummen, während die Nacht auf der Lauer liegt. Die Häusertore werden verschlossen und die Straßen werden dunkel, was die Gefahr von Strolchen auf der Lauer andeutet. Die Stadt wird von einem Regenschauer gewaschen und die Menschen schlafen ein, während ihre Träume auf der Lauer liegen. Das Gedicht vermittelt eine düstere und bedrohliche Atmosphäre, die den Übergang von Tag zu Nacht und die damit verbundenen Veränderungen in der Stadt beschreibt.

Schlüsselwörter

lauer liegt bleib länger goldnes dämmern tag matt

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Stilmittel

Personifikation
Der Traum liegt auf der Lauer