Katharina von Frankreich
1777Man sollt ihm Maine und Anjou Übergeben. Was weiß ich, was er alles Mocht erstreben. Und jetzt begehrt er nichts mehr, Als die eine - Ihr Menschen, eine Brust her, Daß ich weine!
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Interpretation
Das Gedicht "Katharina von Frankreich" von Heinrich von Kleist handelt von der Verzweiflung und dem Schmerz, den Katharina von Frankreich nach dem Verlust ihrer Macht und ihres Einflusses empfindet. Die ersten beiden Zeilen deuten darauf hin, dass sie einst Maine und Anjou besaß, was auf ihre königliche Abstammung und ihren Einfluss hinweist. Die folgenden Zeilen beschreiben, wie Katharina einst nach Macht und Einfluss strebte, aber nun nichts mehr wünscht als die Erlaubnis, zu weinen. Die dritte und vierte Zeile betonen Katharinas Verlust und ihre Unfähigkeit, ihre Trauer auszudrücken. Sie sehnt sich danach, ihre Tränen zu vergießen, aber es scheint, als ob ihr dies verwehrt wird. Die letzten beiden Zeilen des Gedichts drücken ihre Verzweiflung und ihren Schmerz aus, da sie sich an die Menschen um sie herum wendet und sie bittet, ihr eine Brust zu geben, an die sie sich anlehnen und weinen kann. Das Gedicht verdeutlicht die Einsamkeit und den Schmerz, den Katharina von Frankreich nach dem Verlust ihrer Macht und ihres Einflusses empfindet. Es zeigt, wie sehr sie sich nach Trost und Mitgefühl sehnt, aber gleichzeitig auch die Unfähigkeit der Menschen um sie herum, ihr diesen Trost zu geben. Das Gedicht ist ein eindringliches Porträt einer Frau, die einst mächtig war, aber nun in ihrer Trauer allein gelassen wird.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Enjambement
- Man sollt ihm Maine und Anjou Übergeben.
- Metapher
- Ihr Menschen, eine Brust her, Daß ich weine!