Karthago
1805Ausgeartetes Kind der bessern menschlichen Mutter, Das mit des Römers Gewalt paaret des Tyriers List! Aber jener beherrschte mit Kraft die eroberte Erde, Dieser belehrte die Welt, die er mit Klugheit bestahl. Sprich! Was rühmt die Geschichte von dir? Wie der Römer erwirbst du Mit dem Eisen, was du tyrisch mit Golde regierst.
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Interpretation
Das Gedicht "Karthago" von Friedrich von Schiller beschäftigt sich mit dem Aufstieg und Fall der antiken Stadt Karthago. Es vergleicht Karthago mit Rom und Tyros, wobei es die Eigenschaften und Methoden dieser Städte hervorhebt. Schiller betont, dass Karthago ein "ausgeartetes Kind" ist, das die Stärken und Schwächen seiner Vorgänger in sich vereint. Der erste Teil des Gedichts beschreibt, wie Karthago die Macht Roms mit der List Tyros verbindet. Es wird deutlich, dass Karthago sowohl militärische Stärke als auch wirtschaftliche Klugheit besitzt. Schiller stellt die Frage, was die Geschichte von Karthago zu berichten hat und wie es sich von den anderen Städten unterscheidet. Er deutet an, dass Karthago durch Gewalt und Gold regiert, ähnlich wie Rom und Tyros. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Kritik an Karthago deutlicher. Schiller fragt, ob Karthago wirklich etwas Besseres als Rom und Tyros erreicht hat. Er deutet an, dass Karthago durch seine Methoden letztendlich scheitern wird. Das Gedicht endet mit der Frage, ob Karthago wirklich etwas erreicht hat, was die Geschichte wert ist, zu erzählen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Gegensatz
- Jener beherrschte mit Kraft die eroberte Erde / Dieser belehrte die Welt, die er mit Klugheit bestahl
- Metapher
- Ausgeartetes Kind der bessern menschlichen Mutter
- Personifikation
- mit des Römers Gewalt paaret des Tyriers List
- Rhetorische Frage
- Sprich! Was rühmt die Geschichte von dir?
- Vergleich
- Wie der Römer erwirbst du / Mit dem Eisen, was du tyrisch mit Golde regierst