Karma
1869Hab’ in einer sternlodernden Nacht den Mann neben mir ums Leben gebracht. Und als sein girrendes Blut gen Morgen rann, blickte mich düster sein Schicksal an.
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Interpretation
Das Gedicht "Karma" von Else Lasker-Schüler handelt von einer schicksalhaften Begegnung in einer sternlodernden Nacht, bei der der Erzähler einen Mann neben sich tötet. Die nächtliche Atmosphäre und die gewaltsame Handlung schaffen eine düstere und mysteriöse Stimmung. Die Zeile "Und als sein girrendes Blut gen Morgen rann" deutet auf den Todeskampf des Mannes hin, während das Blut langsam ins Morgenlicht fließt. Das Wort "girrend" verleiht dem Blut eine fast lebendige Qualität und verstärkt die unheimliche Atmosphäre. Die letzte Zeile "blickte mich düster sein Schicksal an" impliziert, dass der Erzähler das Gefühl hat, von dem Schicksal des getöteten Mannes verfolgt zu werden. Es entsteht der Eindruck, dass der Erzähler von Schuldgefühlen und den Konsequenzen seiner Handlung geplagt wird. Das Gedicht thematisiert somit die Idee des Karmas, wonach jede Handlung eine Auswirkung auf das eigene Schicksal hat.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- girrendes Blut gen Morgen rann
- Metapher
- Hab' in einer sternlodernden Nacht
- Personifikation
- blickte mich düster sein Schicksal an