Karfreitag
1904Karfreitags Krone. Heldenkönig! Einsames Haupt. Verstoßen. Erheben Die feige Flucht verdammender Hände. Ein suchender führender Quell. Wenn ich erhöht sein werde, will ich alle zu mir ziehen. Und die Welt, die schwere Welt, die leichtsinnschwere Welt, Fast schon oben, reißt ab, eine Wunde reißt auf, Der Seele, Wunde des Leibes, Wunde des Todes: Vater verzeihe ihnen, sie wissen nicht, was sie tun. Zum schmerzlichen Hohn der Dornenkrone Fallen kühlende Tropfen fühlender Größe. Dem bedeutenden, einsamen Menschen an seinem Tage nahe sei, So ist stiller Freitag, so ist Ostern Trauerhelles Opferglück. Abschiednehmendes Wiedersehn.
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Interpretation
Das Gedicht "Karfreitag" von Peter Hille handelt von der Kreuzigung Jesu Christi und der tiefen Trauer, die damit verbunden ist. Es beschreibt Jesus als einen "Heldenkönig" mit einem "einsamen Haupt", der von den Menschen verstoßen wurde. Das Gedicht betont die Unschuld Jesu, der die Menschen zu sich ziehen wollte, aber stattdessen eine schwere Last auf sich nahm. Das Gedicht schildert die Qualen, die Jesus erdulden musste, und die Wunden, die ihm zugefügt wurden. Es erwähnt die Dornenkrone, die ihm als spöttische Königskrone aufgesetzt wurde, sowie die kühlenden Tropfen, die ihm Trost spendeten. Das Gedicht betont die Bedeutung von Jesu Opfer und die tiefe Trauer, die damit verbunden ist. Das Gedicht endet mit einem Hinweis auf die Auferstehung Jesu und die Hoffnung, die damit verbunden ist. Es beschreibt den Karfreitag als einen "stillen Freitag" und das Osterfest als ein "trauerhelles Opferglück". Das Gedicht schließt mit dem Bild des "Abschiednehmenden Wiedersehens", das auf die Wiederkunft Jesu anspielt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Apostrophe
- Vater verzeihe ihnen, sie wissen nicht, was sie tun
- Metapher
- Abschiednehmendes Wiedersehn
- Personifikation
- feige Flucht verdammender Hände