Kampfflur
1918Glotzenschrecke Augen brocken wühles Feld Auf und nieder Nieder auf Brandet Sonne Steinet Sonne Und Verbrandet.
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Interpretation
Das Gedicht "Kampfflur" von August Stramm ist ein expressionistisches Werk, das die Grausamkeit und Brutalität des Krieges eindringlich darstellt. Durch die Verwendung von Neologismen und einer fragmentierten Sprache schafft Stramm eine beklemmende Atmosphäre, die den Leser in die Schrecken des Schlachtfeldes eintauchen lässt. Das Gedicht beginnt mit einer ungewöhnlichen Wortkombination: "Glotzenschrecke Augen brocken wühles Feld". Diese Zeile vermittelt einen Eindruck von Angst und Entsetzen, der durch die "glotzenden Augen" und das "brocken" Feld entsteht. Der Krieg wird hier als eine zerstörerische Kraft dargestellt, die das Land verwüstet und die Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Die Wiederholung von "Auf und nieder" und "Nieder auf" erzeugt einen rhythmischen Effekt, der an das Auf und Ab der Schlacht erinnert. Die "Brandet Sonne" und "Steinet Sonne" sind weitere Beispiele für Stramms innovative Wortkreationen, die die Hitze und die Härte der Kriegsbedingungen betonen. Die Sonne wird hier nicht nur als natürliches Element dargestellt, sondern auch als eine zerstörerische Kraft, die das Schlachtfeld versengt. Der letzte Teil des Gedichts, "Und Verbrandet", bringt das Thema der Zerstörung auf den Höhepunkt. Das Verb "verbranden" impliziert eine vollständige Vernichtung, sowohl des Landes als auch der Menschen. Das Gedicht endet mit einem Gefühl der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, das den Leser mit den schrecklichen Auswirkungen des Krieges konfrontiert.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Augen brocken
- Enjambement
- Glotzenschrecke Augen brocken wühles Feld Auf und nieder Nieder auf Brandet Sonne Steinet Sonne Und Verbrandet.
- Imagery
- wühles Feld
- Onomatopoeia
- Brandet
- Personifikation
- Sonne Steinet
- Repetition
- Nieder auf