Juninächte

Martin Greif

1868

Juninächte, sternenlose, In dem Blüthenmond der Rose! Da das bange Herz dazu Lieb′ durchstürmte ohne Ruh′,

Blitzgezuck und Wetterleuchten! Und die Nachtigall im feuchten, Thaubenetzten Busche tief Wunderbare Laute rief.

Hatten uns so viel zu sagen, Ließen hoch die Wolken jagen, Blickten in den Flammenschein Wie im tiefen Traum hinein.

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Illustration zu Juninächte

Interpretation

Das Gedicht "Juninächte" von Martin Greif schildert eine stürmische und leidenschaftliche Nacht, erfüllt von unruhiger Liebe und intensiven Emotionen. Die sternenlose Nacht im Mondlicht der blühenden Rosen schafft eine Atmosphäre von Geheimnis und Intimität. Das "bange Herz" wird von der Liebe "durchstürmt ohne Ruh'", was die aufgewühlten Gefühle und die Unruhe der Liebenden widerspiegelt. Blitze und Wetterleuchten durchzucken den Himmel, was die Intensität der Emotionen und die aufgeladene Atmosphäre unterstreicht. Die Nachtigall im feuchten, dicht bewachsenen Busch singt "wunderbare Laute", was die Schönheit und den Zauber der Nacht betont. Die Natur scheint den Liebenden zuzujubeln und ihre Leidenschaft zu begleiten. Die Liebenden haben sich "so viel zu sagen", was auf eine tiefe Verbundenheit und das Bedürfnis nach Nähe hindeutet. Sie lassen die Wolken "hoch jagen", was ihre Leidenschaft und ihren Wunsch nach Freiheit symbolisieren könnte. In den Flammenschein blickend, verlieren sie sich "wie im tiefen Traum", was ihre Versunkenheit in die Liebe und die Intensität des Moments verdeutlicht. Die Nacht wird zu einem Ort der Träume und der Erfüllung, in dem die Liebenden ihre tiefsten Gefühle ausdrücken können.

Schlüsselwörter

juninächte sternenlose blüthenmond rose bange herz dazu lieb

Wortwolke

Wortwolke zu Juninächte

Stilmittel

Alliteration
thau-dove Netzten
Bildsprache
Blitzgezuck und Wetterleuchten
Hyperbel
Wunderbare Laute rief
Metapher
sternenlose
Personifikation
Lieb durchstürmte ohne Ruh′
Vergleich
Wie im tiefen Traum hinein