Jung Volkers Lied

Eduard Mörike

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Und die mich trug in Mutterleib, Und die mich schwang im Kissen, Die war ein schön frech braunes Weib, Wollte nichts vom Mannsvolk wissen.

Sie scherzte nur und lachte laut Und ließ die Freier stehen: “Möcht′ lieber sein des Windes Braut, Denn in die Ehe gehen!”

Da kam der Wind, da nahm der Wind Als Buhle sie gefangen: Von dem hat sie ein lustig Kind In ihren Schoß empfangen.

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Illustration zu Jung Volkers Lied

Interpretation

Das Gedicht "Jung Volkers Lied" von Eduard Mörike erzählt die Geschichte einer freigeistigen Frau, die sich gegen die traditionelle Ehe entscheidet und stattdessen eine Verbindung mit dem Wind eingeht. Die Frau wird als schön und frech beschrieben, mit brauner Haut, und sie lässt die Freier abblitzen, indem sie sagt, dass sie lieber die Braut des Windes sein möchte, als in die Ehe zu gehen. Die Frau tanzt und lacht, ohne sich um die Erwartungen der Gesellschaft zu kümmern. Sie ist unabhängig und selbstbewusst, und sie weigert sich, sich den Normen der Zeit zu beugen. Die Frau ist ein Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit, und sie zeigt, dass es möglich ist, ein erfülltes Leben zu führen, ohne sich an die Regeln der Gesellschaft zu halten. Das Gedicht endet damit, dass die Frau ein Kind empfängt, das vom Wind gezeugt wurde. Dieses Kind ist ein Symbol für die Fruchtbarkeit und die Kreativität, die aus der Verbindung von Freiheit und Unabhängigkeit entstehen können. Das Gedicht ist eine Hymne auf die Freiheit und die Unabhängigkeit, und es zeigt, dass es möglich ist, ein erfülltes Leben zu führen, ohne sich an die Regeln der Gesellschaft zu halten.

Schlüsselwörter

wind trug mutterleib schwang kissen schön frech braunes

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Stilmittel

Alliteration
schön frech braunes Weib
Bildsprache
Wollte nichts vom Mannsvolk wissen
Ironie
Von dem hat sie ein lustig Kind
Kontrast
Scherzte nur und lachte laut / Und ließ die Freier stehen
Metapher
Möcht' lieber sein des Windes Braut
Personifikation
Und die mich trug in Mutterleib
Symbolik
des Windes Braut
Wiederholung
Da kam der Wind, da nahm der Wind