Johanniskäfer

Peter Hille

1869

Was liegt im Gras? Ein Sternlein. Wie leuchtet das, Gibt grünen Schein.

Am Himmel blau, Da war es gold. Auf grüne Au Ists hingerollt.

Das Leuchten blieb, Nun ward es grün, Der Erd zulieb Will Sternlein blühn.

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Illustration zu Johanniskäfer

Interpretation

Das Gedicht "Johanniskäfer" von Peter Hille beschreibt die Entdeckung eines kleinen Käfers im Gras, der wie ein funkelnder Stern erscheint. Der Käfer wird zunächst als ein "Sternlein" bezeichnet, das einen grünen Schein ausstrahlt. Diese metaphorische Beschreibung verleiht dem Insekt eine besondere, fast magische Bedeutung. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Reise des Käfers von den "blauen Himmel" auf die "grüne Au" erzählt. Der Käfer, der einst golden am Himmel glänzte, rollt nun auf die Erde hinab. Diese Bewegung symbolisiert einen Übergang vom Himmel zur Erde, von der Höhe zur Tiefe. Das Gedicht endet mit der Vorstellung, dass der Käfer, obwohl er seine goldene Farbe verloren hat und nun grün ist, weiterhin leuchtet. Dieses Leuchten wird als "Blühen" bezeichnet, was darauf hindeutet, dass der Käfer, trotz seiner Veränderung, seine Schönheit und Bedeutung bewahrt. Das Gedicht vermittelt eine Botschaft der Transformation und der Anpassung an die Umgebung, wobei der Käfer seine Leuchtkraft auch in einer neuen Form beibehält.

Schlüsselwörter

sternlein liegt gras leuchtet gibt grünen schein himmel

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Stilmittel

Alliteration
Wie leuchtet das, Gibt grünen Schein.
Bildlichkeit
Gibt grünen Schein.
Kontrast
Am Himmel blau, Da war es gold.
Metapher
Was liegt im Gras? Ein Sternlein.
Personifikation
Der Erd zulieb Will Sternlein blühn.