Jetzige Generation

Friedrich von Schiller

1759

War es immer wie jetzt? Ich kann das Geschlecht nicht begreifen. Nur das Alter ist jung, ach! und die Jugend ist alt.

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Interpretation

Das Gedicht "Jetzige Generation" von Friedrich von Schiller beschäftigt sich mit der Wahrnehmung einer vermeintlichen Umkehrung der Lebensphasen. Der Sprecher stellt die Frage, ob es immer schon so gewesen ist, dass die gegenwärtige Generation schwer zu verstehen ist. Er drückt seine Verwirrung über das Verhalten und die Einstellungen der jüngeren Generation aus. Die Ironie liegt darin, dass der Sprecher feststellt, dass das Alter jung ist und die Jugend alt. Dies deutet darauf hin, dass die ältere Generation jugendliche Eigenschaften wie Offenheit, Neugier und Vitalität bewahrt hat, während die jüngere Generation durch ihre Erfahrungen und ihr Verhalten bereits gealtert wirkt. Schiller kritisiert hier die vorzeitige Reife und den Verlust der Unschuld in der Jugend. Das Gedicht reflektiert die Sorgen und den Unmut einer älteren Generation über die Veränderungen in der Gesellschaft und den Wertewandel. Schiller vermittelt das Gefühl, dass die natürliche Ordnung der Lebensphasen durcheinandergeraten ist. Die Jugendlichen scheinen die Erfahrung und Weisheit der Älteren zu vermissen, während die Älteren jugendliche Eigenschaften bewahren.

Schlüsselwörter

kann geschlecht begreifen alter jung jugend alt

Wortwolke

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Stilmittel

Paradoxon
Nur das Alter ist jung, ach! und die Jugend ist alt.
Rhetorische Frage
War es immer wie jetzt?