Innsbruck ich muss dich lassen
1555Innsbruck, ich muss dich lassen, ich fahr dahin mein Strassen, in fremde Land dahin, Mein Freud ist mir genommen, die ich nit weiss bekommen, wo ich im Elend bin.
Gross Leid muss ich jetzt tragen, das ich allein tu klagen dem liebsten Buhlen mein. Ach Lieb, nun lass mich Armen im Herzen dein erbarmen, dass ich muss dannen sein.
Mein Trost ob allen Weiben, dein tu ich ewig bleiben, stet treu, der Ehren fromm, Nun muss dich Gott bewahren, in aller Tugend sparen, bis dass ich widerkomm.
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Interpretation
Das Gedicht "Innsbruck ich muss dich lassen" von einem unbekannten Autor ist ein Lied der Trennung und des Abschieds. Der Sprecher muss Innsbruck verlassen und beklagt den Verlust seiner Freude, die er nicht wiederfinden wird, wo er sich in Elend befindet. Er trägt großes Leid und klagt allein seiner Liebsten sein Leid. Er bittet seine Liebe, sich seines Herzens anzunehmen, da er nun fort sein muss. Der Sprecher verspricht, seiner Liebe ewig treu zu bleiben und stets der Ehre zu dienen. Er bittet Gott, seine Liebe in aller Tugend zu bewahren, bis er zurückkehrt. Das Gedicht drückt die tiefe Trauer und Sehnsucht des Sprechers nach seiner Heimat und seiner Liebe aus, die durch die Trennung verstärkt wird.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Gross Leid muss ich jetzt tragen
- Anapher
- Innsbruck, ich muss dich lassen
- Hyperbel
- Gross Leid muss ich jetzt tragen
- Metapher
- Gross Leid muss ich jetzt tragen
- Parallelismus
- Gross Leid muss ich jetzt tragen, das ich allein tu klagen dem liebsten Buhlen mein
- Personifikation
- Mein Trost ob allen Weiben
- Reim
- lassen - Strassen - dahin - nehmen - bekommen - bin