In stiller Sommernacht

Friedrich Wilhelm Wagner

1892

Von Weiberblicken geil begriffen. Ein Turnverein. Frisch, fröhlich, fromm und frei. In stiller Sommernacht. Es hat gepfiffen - Das war die Polizei. Die fahndet auf Verbrecher. Der dicke Mond beschmiert die Häuserdächer.

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Interpretation

Das Gedicht "In stiller Sommernacht" von Friedrich Wilhelm Wagner beschreibt eine nächtliche Szene, die von verschiedenen Elementen und Stimmungen geprägt ist. Es beginnt mit einer Anspielung auf die männliche Perspektive und den Blick auf Frauen, was eine gewisse Erotik oder sexuelle Spannung suggeriert. Der Turnverein, der als "frisch, fröhlich, fromm und frei" beschrieben wird, steht im Kontrast zur sexuellen Anspielung und deutet auf eine traditionelle, bürgerliche Moral hin. Die Stille der Sommernacht wird durch das Pfeifen der Polizei unterbrochen, was auf eine Art von Unruhe oder Störung hinweist. Die Polizei, die nach Verbrechern sucht, bringt ein Element der Kriminalität und des Verdachts in die Szene. Dies steht im Gegensatz zur anfänglichen Erotik und der beschriebenen Fröhlichkeit des Turnvereins. Der letzte Vers des Gedichts, "Der dicke Mond beschmiert die Häuserdächer", fügt eine surreale oder traumhafte Komponente hinzu. Der Mond, der normalerweise als Symbol für Schönheit und Ruhe steht, wird hier als etwas dargestellt, das die Häuserdächer "beschmiert". Dies könnte als eine Art von Verunreinigung oder Verzerrung der Realität interpretiert werden, die die Stimmung des Gedichts insgesamt verstärkt.

Schlüsselwörter

weiberblicken geil begriffen turnverein frisch fröhlich fromm frei

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Stilmittel

Alliteration
Frisch, fröhlich, fromm und frei
Bildlichkeit
Der dicke Mond beschmiert die Häuserdächer
Enjambement
Es hat gepfiffen - Das war die Polizei.
Metapher
Von Weiberblicken geil begriffen
Personifikation
Der dicke Mond beschmiert die Häuserdächer
Reimschema
begriffen - frei