In Politik zwei wichtge kleine Dinger

Franz Grillparzer

1839

In Politik zwei wichtge kleine Dinger Sind Daumen eben und Zeigefinger, Sie halten die Feder, Das weiß ein jeder. Doch Wichtgres noch wird oft durch sie betrieben, Wenn sie sich übereinander schieben.

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Interpretation

Das Gedicht "In Politik zwei wichtge kleine Dinger" von Franz Grillparzer behandelt auf humorvolle Weise die Rolle der Finger in der Politik. Es beginnt mit der Feststellung, dass Daumen und Zeigefinger in der Politik von großer Bedeutung sind, da sie die Feder halten, mit der politische Entscheidungen getroffen werden. Dies wird als allgemein bekannt dargestellt. Im zweiten Teil des Gedichts wird eine weitere wichtige Funktion der Finger angedeutet. Es wird darauf hingewiesen, dass Daumen und Zeigefinger oft "Wichtgres" betreiben, wenn sie sich übereinander schieben. Dies kann als Anspielung auf geheime Absprachen oder ungeschriebene Gesetze in der Politik verstanden werden, die oft hinter verschlossenen Türen getroffen werden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine kritische Sicht auf die Politik und deren Hintergründe. Es verdeutlicht, dass nicht nur offizielle Entscheidungen, sondern auch informelle Absprachen eine große Rolle spielen. Grillparzer nutzt die Metapher der Finger, um auf die oft undurchsichtigen Mechanismen in der Politik hinzuweisen und regt zum Nachdenken über die wahren Machtverhältnisse an.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Betonung
Doch Wichtgres noch wird oft durch sie betrieben
Bildlichkeit
Wenn sie sich übereinander schieben
Metapher
In Politik zwei wichtge kleine Dinger Sind Daumen eben und Zeigefinger
Personifikation
Sie halten die Feder