In Harmesnächten

Conrad Ferdinand Meyer

unknown

Die Rechte streckt ich schmerzlich oft In Harmesnächten Und fühlt gedrückt sie unverhofft Von einer Rechten -

Was Gott ist, wird in Ewigkeit Kein Mensch ergründen, Doch will er treu sich allezeit Mit uns verbünden.

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Interpretation

Das Gedicht "In Harmesnächten" von Conrad Ferdinand Meyer handelt von der menschlichen Suche nach Gott und der Erkenntnis seiner Gegenwart im eigenen Leben. In den ersten beiden Strophen beschreibt der Sprecher seine schmerzliche Suche nach Gott, die er oft in schlaflosen Nächten unternimmt. Dabei fühlt er sich von einer unsichtbaren Macht gedrückt, die ihm den Weg versperrt. In den letzten beiden Strophen wendet sich der Sprecher von seiner Suche ab und erkennt, dass Gott sich auf seine eigene Weise mit den Menschen verbündet. Er versteht, dass Gott ein Geheimnis ist, das der Mensch nicht ergründen kann, aber dass er sich trotzdem treu an die Seite der Menschen stellt. Der Sprecher findet Trost in der Vorstellung, dass Gott immer bei ihm ist, auch wenn er ihn nicht sehen oder verstehen kann. Das Gedicht ist ein Plädoyer für den Glauben an Gott und die Akzeptanz seiner Gegenwart im eigenen Leben. Es zeigt, dass die Suche nach Gott oft schmerzhaft und enttäuschend sein kann, aber dass man am Ende Trost und Hoffnung finden kann, wenn man sich darauf einlässt, dass Gott auf seine eigene Weise bei einem ist.

Schlüsselwörter

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Wortwolke zu In Harmesnächten

Stilmittel

Alliteration
treu sich allezeit
Kontrast
Was Gott ist, wird in Ewigkeit / Kein Mensch ergründen
Metapher
Die Rechte streckt ich schmerzlich oft
Parallelismus
Die Rechte streckt ich schmerzlich oft / In Harmesnächten
Personifikation
Von einer Rechten