In dem Lichte wohnt das Hell...

Clemens Brentano

1794

In dem Lichte wohnt das Hell, Doch der Pfad ist uns verloren Oder unerklimmbar steil, Wenn wir außer uns ihn steigen Werden wir am Abgrund schwindeln Aber in uns selbst, da zeigen Klar und rein die Pfade sich Glauben, Hoffen, Lieben, Schweigen, Laß uns diese Pfade steigen, Daß wir nicht am Abgrund schwindeln. Wollte Gott herab sich neigen Und uns seine Hände reichen, Sieh den Gottessohn in Windeln!

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Interpretation

Das Gedicht "In dem Lichte wohnt das Hell" von Clemens Brentano handelt von der Suche nach dem rechten Weg im Leben. Der erste Teil beschreibt, wie schwer es ist, den Pfad zum Licht zu finden, wenn man sich selbst verloren hat. Der zweite Teil bietet eine Lösung: In uns selbst finden wir klare und reine Pfade, die wir beschreiten können. Diese Pfade sind Glauben, Hoffen, Lieben und Schweigen. Der letzte Teil des Gedichts beschwört die Hilfe Gottes, der sich zu uns neigt und uns seine Hände reicht. Er wird als Gottessohn in Windeln bezeichnet, was auf die Weihnachtsgeschichte anspielt. Das Gedicht vermittelt eine Botschaft der Hoffnung und des Trostes, die auf dem christlichen Glauben basiert.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Laß uns diese Pfade steigen
Bildlichkeit
Am Abgrund schwindeln
Hyperbel
Wollte Gott herab sich neigen
Ironie
Sieh den Gottessohn in Windeln!
Kontrast
Doch der Pfad ist uns verloren / Oder unerklimmbar steil
Metapher
Und uns seine Hände reichen
Parallelismus
Glauben, Hoffen, Lieben, Schweigen
Personifikation
Wenn wir außer uns ihn steigen