Impressions musicales
unknownIn schweigenden Nächten, aus weinenden Kelchen Klingen die duftigen Elfen empor: Schmächtige Mädchen mit todbleichen Wangen … Flehende Sehnsucht und reines Verlangen … Hörst du das Säuseln in müden Syringen? Hörst du das ahnende, schwebende Singen? Hörst du die bebende Geige im Chor?
An fiebernden Tagen, aus sammtigen Rosen Flammen die lockigen Knaben empor: Trotzige Knaben mit zärtlichen Lippen, Brennende Qualen und hastigen Nippen … Hörst du das Rauschen von schluchzenden Quellen? Hörst du das tiefe, verwirrende Schwellen? Hörst du das trunkene Cello im Chor?
In fröhlichen Stunden, aus spielenden Winden Schlüpfen die neckischen Kinder empor … Trillerndes Lachen und Jubeln und Schmettern … Lustige Kämpfe mit Früchten und Blättern … Hörst du das Rufen und Fragen und Zaudern? Fragen und Staunen und kindliches Plaudern … Hörst du die rosige Flöte im Chor?
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Interpretation
Das Gedicht "Impressions musicales" von Lisa Baumfeld zeichnet ein lebendiges Klangbild der Natur, das mit musikalischen Elementen verwoben ist. In den schweigenden Nächten erklingen duftige Elfen aus weinenden Kelchen, die als schmachtige Mädchen mit todbleichen Wangen beschrieben werden. Diese nächtliche Szene ist erfüllt von flehender Sehnsucht und reinem Verlangen, begleitet von dem Säuseln in müden Syringen und dem ahnenden, schwebenden Singen. Die bebende Geige im Chor verstärkt die melancholische Stimmung und lässt den Leser in eine Welt der leisen Klänge eintauchen. Im Gegensatz dazu entfaltet sich in fiebernden Tagen eine leidenschaftliche Atmosphäre, in der lockige Knaben aus sammtigen Rosen emporflammen. Diese Trotzigen Knaben mit zärtlichen Lippen bringen brennende Qualen und hastige Nippen mit sich. Das Rauschen von schluchzenden Quellen und das tiefe, verwirrende Schwellen schaffen eine intensive und sinnliche Stimmung. Das trunkene Cello im Chor unterstreicht die emotionale Tiefe und die leidenschaftliche Energie dieser Tageszeit. Die fröhlichen Stunden bringen eine heitere und lebendige Stimmung, in der neckische Kinder aus spielenden Winden schlüpfen. Trillerndes Lachen, Jubeln und Schmettern dominieren diese Szene, begleitet von lustigen Kämpfen mit Früchten und Blättern. Das Rufen, Fragen und Zaudern sowie das kindliche Plaudern verleihen der Atmosphäre eine spielerische und neugierige Note. Die rosige Flöte im Chor rundet das Bild mit einer fröhlichen und leichten Melodie ab, die den Leser in eine Welt voller Freude und Leichtigkeit entführt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Trillerndes Lachen und Jubeln und Schmettern
- Anapher
- Hörst du das Rufen und Fragen und Zaudern? Fragen und Staunen und kindliches Plaudern ... Hörst du die rosige Flöte im Chor?
- Metapher
- In fröhlichen Stunden, aus spielenden Winden
- Personifikation
- Schlüpfen die neckischen Kinder empor