Im Walde
1852Hier an der Bergeshalde Verstummet ganz der Wind; Die Zweige hängen nieder, Darunter sitzt das Kind.
Sie sitzt in Thymiane, Sie sitzt in lauter Duft; Die blauen Fliegen summen Und blitzen durch die Luft.
Es steht der Wald so schweigend, Sie schaut so klug darein; Um ihre braunen Locken Hinfließt der Sonnenschein.
Der Kuckuck lacht von ferne, Es geht mir durch den Sinn: Sie hat die goldnen Augen Der Waldeskönigin.
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Interpretation
Das Gedicht "Im Walde" von Theodor Storm beschreibt eine ruhige, fast meditative Szene im Wald, in der ein Kind sitzt und die Natur um sich herum beobachtet. Die Stimmung ist friedlich und idyllisch, geprägt von Stille und Duft. Das Kind, das in Thymian sitzt, ist von der Natur umgeben, die in einem Zustand der Ruhe zu sein scheint. Die Beschreibung der Natur ist sehr detailreich und sinnlich, wobei der Fokus auf den visuellen und olfaktorischen Eindrücken liegt. Die blauen Fliegen, die durch die Luft summen und blitzen, tragen zur lebendigen Atmosphäre bei, ohne die Ruhe zu stören. Die Sonne, die in die braunen Locken des Kindes fällt, verleiht der Szene eine warme, fast magische Qualität. Der Kuckuck, der aus der Ferne ruft, fügt der Szene eine akustische Komponente hinzu und lässt den Erzähler an die "goldnen Augen der Waldeskönigin" denken. Dies könnte als eine metaphorische Verbindung zwischen dem Kind und der Natur interpretiert werden, wobei das Kind als Teil des Waldes oder sogar als dessen Verkörperung gesehen wird. Das Gedicht endet mit einer subtilen Andeutung einer tieferen, fast mystischen Verbindung zwischen dem Kind und der natürlichen Welt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Sie sitzt in Thymiane, / Sie sitzt in lauter Duft
- Metapher
- Sie hat die goldnen Augen / Der Waldeskönigin
- Personifikation
- Hier an der Bergeshalde / Verstummet ganz der Wind
- Symbolik
- Die blauen Fliegen summen / Und blitzen durch die Luft