Im Walde
1835Als ich im Wald mich erging, Rosengeschling Sich mir an die Kleider hing. O schlängest auch du Zu meiner Ruh Um mich die Arme fester, Du Rosenschwester!
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Interpretation
Das Gedicht "Im Walde" von Christian Wagner beschreibt eine Begegnung des lyrischen Ichs mit einer wilden Rose im Wald. Die Natur wird hier als sinnlicher, fast menschlicher Begleiter dargestellt. Die Rose schlingt sich an die Kleider des Ichs, was eine enge, fast intime Verbindung zwischen Mensch und Pflanze suggeriert. Im zweiten Teil des Gedichts intensiviert sich diese Verbindung. Das lyrische Ich richtet sich direkt an die Rose, nennt sie "Rosenschwester" und bittet sie, ihre Arme fester um ihn zu schlingen. Dies verleiht der Rose menschliche Eigenschaften und stellt sie als Gefährtin oder Geliebte dar. Die Verwendung des Wortes "Ruh" deutet auf einen Zustand der Entspannung oder des Innehaltens hin, in den das Ich durch die Umarmung der Rose versinkt. Das Gedicht thematisiert die tiefe Verbundenheit des Menschen mit der Natur und die Fähigkeit der Natur, emotionale und sinnliche Erfahrungen zu ermöglichen. Die Rose wird zum Symbol für Schönheit, Zärtlichkeit und die verzaubernde Kraft der natürlichen Welt. Durch die Personifikation der Pflanze und die intime Anrede wird die Grenze zwischen Mensch und Natur verwischt, was eine universelle Verbundenheit aller Lebewesen andeutet.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildlichkeit
- Im Walde
- Metapher
- Rosengeschling
- Personifikation
- sich mir an die Kleider hing
- Symbolik
- Rosenschwester
- Wiederholung
- um mich die Arme fester