Im Sommer

Wilhelm Busch

1832

In Sommerbäder Reist jetzt ein jeder Und lebt famos. Der arme Dokter, Zu Hause hockt er Patientenlos.

Von Winterszenen, Von schrecklich schönen, Träumt sein Gemüt, Wenn, Dank der Götter, Bei Hundewetter Sein Weizen blüht.

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Interpretation

Das Gedicht "Im Sommer" von Wilhelm Busch thematisiert den Kontrast zwischen der sommerlichen Erholungszeit der Menschen und der Einsamkeit des Arztes. Während die Menschen in Sommerbäder reisen und sich amüsieren, bleibt der Arzt zu Hause und wartet auf Patienten. Diese Situation wird als etwas traurig und einsam dargestellt. Im zweiten Teil des Gedichts wird deutlich, dass der Arzt von Winterlandschaften und schönen Träumen träumt, wenn sein Weizen bei schlechtem Wetter blüht. Dies deutet darauf hin, dass der Arzt in der Sommerzeit eher mit der Landwirtschaft beschäftigt ist und sich in der kalten Jahreszeit nach der Aktivität und dem Trubel der Patienten sehnt. Das Gedicht zeigt auf humorvolle Weise die Ironie des Lebens des Arztes auf. Während die Menschen ihre Freizeit genießen, ist der Arzt gezwungen, zu Hause zu bleiben und auf seine Patienten zu warten. Die Erwähnung der Winterträume und des blühenden Weizens fügt eine zusätzliche Ebene der Ironie hinzu, da der Arzt sich in der Zeit, in der er am meisten gebraucht wird, mit landwirtschaftlichen Tätigkeiten beschäftigt.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
In Sommerbäder Reist jetzt ein jeder
Kontrast
Der arme Dokter, Zu Hause hockt er Patientenlos
Metapher
Bei Hundewetter Sein Weizen blüht
Personifikation
Von schrecklich schönen, Träumt sein Gemüt