Ilias

Friedrich von Schiller

1805

Immer zerreißet den Kranz des Homer, und zählet die Väter Des vollendeten ewigen Werks! Hat es doch eine Mutter nur und die Züge der Mutter, Deine unsterblichen Züge, Natur!

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Interpretation

Das Gedicht "Ilias" von Friedrich von Schiller ist eine Hommage an das Werk Homers und dessen zeitlose Bedeutung. Schiller betont die Einzigartigkeit und Vollkommenheit des homerischen Epos, indem er es als ein "vollendetes ewiges Werk" bezeichnet. Er hebt hervor, dass trotz der vielen Interpretationen und Analysen, die das Werk im Laufe der Zeit erfahren hat, seine Essenz unverändert bleibt. Schiller vergleicht das Epos mit einem Kind, das nur eine Mutter hat, und diese Mutter ist die Natur. Damit drückt er aus, dass die Ilias eine natürliche und organische Schöpfung ist, die aus der menschlichen Natur und Erfahrung hervorgegangen ist. Die "unsterblichen Züge" der Natur sind in der Ilias verewigt und verleihen ihr ihre zeitlose Qualität und universelle Anziehungskraft. In seiner Interpretation unterstreicht Schiller die Idee, dass die Ilias ein Werk von unvergleichlicher Tiefe und Schönheit ist, das die menschliche Natur in all ihren Facetten widerspiegelt. Er betont die ewige Relevanz des Epos und seine Fähigkeit, die Menschheit über Generationen hinweg zu inspirieren und zu berühren.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
Immer zerreißet den Kranz des Homer
Personifikation
die Züge der Mutter, Natur