Icke
1925Ick sitze da un esse Klops. Uff eenmal klopps. Ick kieke, staune, wundre mir, Uff eemal jeht se uff, de Tür. Nanu denk ick, ick denk nanu, Jetzt is se uff, erst war se zu? Un ick jeh raus un blicke Un wer steht draußen? - Icke!
Viele verschiedene Versionen, Original von Jean de Bourgeois (Pseudonym).
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Interpretation
Das Gedicht "Icke" von Unbekannt ist ein humorvolles und spielerisches Werk, das sich mit der Identität und der Wahrnehmung des Selbst auseinandersetzt. Die Verwendung der ostdeutschen Mundart verleiht dem Gedicht einen besonderen Charme und eine regionale Note. Die einfache Handlung, bei der der Erzähler Klops isst und plötzlich an die Tür klopft, führt zu einer überraschenden Wendung, als er nach draußen geht und sich selbst vorfindet. Das Gedicht spielt mit der Idee der Selbstreflexion und der Frage nach der eigenen Identität. Die Verwirrung des Erzählers, als er sich selbst vor der Tür sieht, wirft die Frage auf, wer er wirklich ist und ob er sich selbst erkennen kann. Die Wiederholung des Wortes "nanu" unterstreicht die Verblüffung und das Staunen des Erzählers über diese unerwartete Begegnung mit sich selbst. Die abschließende Erkenntnis, dass er selbst vor der Tür steht, lässt den Leser über die Natur der Identität nachdenken. Das Gedicht regt dazu an, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wer man wirklich ist und wie man sich selbst wahrnimmt. Es zeigt, dass die Identität manchmal rätselhaft und schwer fassbar sein kann, und dass man sich selbst manchmal wie ein Fremder begegnen kann. Insgesamt ist "Icke" ein unterhaltsames und nachdenkliches Gedicht, das durch seinen spielerischen Umgang mit Sprache und Thematik besticht. Es lädt den Leser dazu ein, über sich selbst und seine eigene Identität nachzudenken, während es gleichzeitig mit seiner humorvollen und charmanten Art unterhält.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- klopps, kieke, klops
- Ironie
- Jetzt is se uff, erst war se zu?
- Personifikation
- de Tür
- Selbstbezug
- Un wer steht draußen? - Icke!
- Wiederholung
- Ick, ick, Ick