Ich weiß, -
1870Ich weiß, Du bist entstiegen Des Mondes eisigem Pfühl, Durch Deine Adern fliegen Und wiegen Lichtwellen bleich und kühl.
Ich hab’ mit Dir Erbarmen, Erbarmen auch mit mir. Du wirst in meinen Armen Erwarmen, - Ich werde kalt bei Dir.
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Interpretation
Das Gedicht "Ich weiß, -" von Felix Dörmann beschreibt eine tiefe emotionale Zerrissenheit zwischen zwei Personen. Der Sprecher fühlt sich von der Geliebten entfremdet, die er als kühl und distanziert empfindet. Die Mondmetapher symbolisiert ihre emotionale Kälte und Distanziertheit. Der Sprecher versucht, sie zu verstehen und zu erwärmen, doch dabei erkaltet er selbst immer mehr. Es entsteht eine Abwärtsspirale der emotionalen Kälte und Einsamkeit. Der zweite Teil des Gedichts verdeutlicht die Hoffnungslosigkeit der Situation. Der Sprecher erkennt, dass er selbst durch den Versuch, die Geliebte zu erwärmen, nur noch kälter wird. Die letzte Zeile "Ich werde kalt bei Dir" verdeutlicht die emotionale Distanz und das Scheitern des Versuchs, Nähe herzustellen. Das Gedicht endet mit einem Gefühl der Resignation und Einsamkeit.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Enjambement
- Durch Deine Adern fliegen Und wiegen Lichtwellen bleich und kühl.
- Gegensatz
- Ich werde kalt bei Dir
- Metapher
- Des Mondes eisigem Pfühl
- Personifikation
- Du wirst in meinen Armen Erwarmen