Ich sing mein Lied

Kurt Schwitters

1887

Ich sing mein Lied in tiefen Raum, Es dringt hervor aus tiefer Brust, Es singt Dir eine Melodie, Hast Du mich nun noch nicht erhört, Und trinke Lindenblütentee, Und frage mich: “Was bist denn Du,

man hört es kaum. mir unbewusst. jetzt oder nie. bin ich empört der mildert Weh, Du alte Kuh?”

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Interpretation

Das Gedicht "Ich sing mein Lied" von Kurt Schwitters ist eine poetische Auseinandersetzung mit der Suche nach Verständnis und Anerkennung. Der Sprecher singt ein Lied, das aus tiefster Seele kommt, doch es scheint, als ob es niemand hört. Die Frage "Hast Du mich nun noch nicht erhört?" drückt die Frustration und das Verlangen nach Beachtung aus. Das Trinken von Lindenblütentee und die Frage "Was bist denn Du" deuten auf eine Art Selbstreflexion und die Suche nach Identität hin. Das Gedicht ist in einem freien Vers gehalten, der die emotionale Intensität des Sprechers widerspiegelt. Die Wiederholung des Satzes "Ich sing mein Lied" betont die Beharrlichkeit und den Willen des Sprechers, gehört zu werden. Die Verwendung von Alltagsgegenständen wie dem Lindenblütentee verleiht dem Gedicht eine gewisse Alltäglichkeit und macht es zugänglicher. Die letzte Zeile "Du alte Kuh?" ist eine überraschende Wendung, die die Frustration des Sprechers auf humorvolle Weise zum Ausdruck bringt. Es scheint, als ob der Sprecher sich selbst als "alte Kuh" bezeichnet, was auf eine gewisse Selbstironie und Resignation hindeutet. Insgesamt ist das Gedicht eine eindringliche Darstellung der menschlichen Sehnsucht nach Verständnis und Anerkennung.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Ich sing mein Lied in tiefen Raum, Es dringt hervor aus tiefer Brust, Es singt Dir eine Melodie
Beleidigung
Du alte Kuh
Kontrast
Hörst Du mich nun noch nicht erhört, Und trinke Lindenblütentee
Metapher
Lindenblütentee der mildert Weh
Personifikation
Es dringt hervor aus tiefer Brust
Rhetorische Frage
Hast Du mich nun noch nicht erhört