Ich möchte dir ein Liebes schenken...

Rainer Maria Rilke

unknown

ich möchte dir ein Liebes schenken, das dich mir zur Vertrauten macht: aus meinem Tag ein Deingedenken und einen Traum aus meiner Nacht.

Mir ist, daß wir uns selig fänden und daß du dann wie ein Geschmeid mir lösest aus den müden Händen die niebegehrte Zärtlichkeit.

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Interpretation

Das Gedicht "Ich möchte dir ein Liebes schenken..." von Rainer Maria Rilke handelt von der Sehnsucht nach einer tiefen und innigen Beziehung. Der Sprecher möchte dem Gegenüber eine Liebe schenken, die eine vertraute Verbindung zwischen ihnen herstellt. Er wünscht sich, dass der andere sich an ihn erinnert und dass er in seinen Träumen präsent ist. Das Gedicht drückt den Wunsch nach einer erfüllenden und glücklichen Beziehung aus, in der sich beide gegenseitig Trost und Zärtlichkeit spenden können. Die Sprache des Gedichts ist sehr poetisch und bildhaft. Der Sprecher verwendet Metaphern wie "Geschmeid" und "Zärtlichkeit", um die Intimität und Nähe zu beschreiben, die er sich wünscht. Die Wiederholung des Wortes "mir" betont die subjektive Perspektive des Sprechers und seine persönlichen Wünsche und Sehnsüchte. Die Verwendung von Enjambements und unregelmäßigen Versen trägt zur musikalischen Qualität des Gedichts bei und unterstreicht die emotionale Intensität der Aussagen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine romantische und leidenschaftliche Stimmung. Es zeigt die tiefe Sehnsucht des Sprechers nach einer erfüllenden und liebevollen Beziehung. Die Sprache und die bildhafte Darstellung tragen zur emotionalen Wirkung des Gedichts bei und lassen den Leser die Intensität der Gefühle nachempfinden.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Bildlichkeit
aus meinem Tag ein Deingedenken und einen Traum aus meiner Nacht
Hyperbel
die niebegehrte Zärtlichkeit
Metapher
ich möchte dir ein Liebes schenken
Personifikation
mir löset aus den müden Händen
Vergleich
wie ein Geschmeid