Ich liebe...
1881Die Landschaft, so das Auge stillt Und weher Seele Ruhe quillt;
Die Menschen, die, in sich gefaßt, Wie Inseln sind in Lebenshast;
Den Geist aus Stirnen, braungeglüht, Der klar, wie Quell vom Felsen sprüht;
Mich selbst, wenn ich, gefaßt im Sinn, Gestillt und klar, ich selber bin.
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Interpretation
Das Gedicht "Ich liebe..." von Anton Wildgans handelt von den Dingen und Zuständen, die der lyrischen Ich-Persönlichkeit am Herzen liegen. Es beginnt mit der Beschreibung einer Landschaft, die dem Auge Ruhe spendet und der Seele Trost spendet. Die Natur wird als Ort der Stille und des Friedens dargestellt, der einen Kontrast zur hektischen Welt bildet. Im zweiten Teil des Gedichts wendet sich die lyrische Ich-Persönlichkeit den Menschen zu. Sie liebt jene, die in sich gefasst sind und wie Inseln inmitten des Lebenshast wirken. Diese Menschen strahlen eine Ruhe und Gelassenheit aus, die in der hektischen Welt selten zu finden ist. Der Geist, der aus ihren Stirnen sprudelt, wird mit einem klaren Quell verglichen, der vom Felsen sprudelt. Dies deutet auf eine geistige Klarheit und Reinheit hin, die bewundert wird. Im letzten Teil des Gedichts richtet sich die Liebe der lyrischen Ich-Persönlichkeit auf sich selbst. Sie liebt sich selbst, wenn sie gefasst im Sinn ist und gestillt und klar, sie selbst ist. Dies deutet auf eine gewisse Selbstreflexion und Selbstakzeptanz hin. Die lyrische Ich-Persönlichkeit strebt danach, in einem Zustand der Ruhe und Klarheit zu sein, der es ihr ermöglicht, sich selbst zu lieben und zu akzeptieren.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- [Die Landschaft, so das Auge stillt Und weher Seele Ruhe billt Die Menschen, die, in sich gefaßt, Wie Inseln sind in Lebenshast Den Geist aus Stirnen, braungeglüht, Der klar, wie Quell vom Felsen sprüht]
- Personifikation
- [so das Auge stillt Und weher Seele Ruhe billt]
- Reimschema
- [AABB]
- Vergleich
- [Wie Inseln sind in Lebenshast Der klar, wie Quell vom Felsen sprüht]