Ich liebe dich
1943Ich liebe dich und finde dich, wenn auch der Tag ganz dunkel wird.
Mein Lebelang und immer noch bin suchend ich umhergeirrt.
Ich liebe dich! Ich liebe dich! Ich liebe dich!
Es öffnen deine Lippen sich… Die Welt ist taub, die Welt ist blind
und auch die Wolke und das Laub - - nur wir, der goldene Staub, aus dem wir zwei bereitet:
- Sind!
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Interpretation
Das Gedicht "Ich liebe dich" von Else Lasker-Schüler ist ein leidenschaftliches Bekenntnis der Liebe. Die Wiederholung des Satzes "Ich liebe dich" am Ende der Strophen unterstreicht die Intensität und Beständigkeit der empfundenen Liebe. Der Sprecher sucht die Geliebte, auch wenn die Welt um ihn herum dunkel und blind erscheint. Die Welt wird als taub und blind beschrieben, was die Isolation und die einzigartige Verbindung zwischen den Liebenden betont. Nur sie, "der goldene Staub", sind in der Lage, die Welt zu sehen und zu hören, was ihre besondere und fast magische Verbindung hervorhebt. Der goldene Staub symbolisiert die Reinheit und Kostbarkeit ihrer Liebe. Die Wiederholung des Satzes "Ich liebe dich" am Ende des Gedichts verstärkt die unerschütterliche Natur der Liebe. Die letzte Zeile "Sind!" deutet auf eine Vollendung oder ein Erwachen hin, was darauf hindeutet, dass die Liebe die Liebenden zu etwas Vollkommenem und Ewigen macht. Das Gedicht endet mit einer kraftvollen Bestätigung ihrer Existenz und ihrer Liebe.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Ich liebe dich! Ich liebe dich! Ich liebe dich!
- Auslassung
- und auch die Wolke und das Laub - - nur wir, der goldene Staub
- Bildlichkeit
- wenn auch der Tag ganz dunkel wird
- Metapher
- der goldene Staub
- Personifikation
- Die Welt ist taub, die Welt ist blind
- Wiederholung
- Ich liebe dich