Ich leb und waiß nit
1468Ich leb und waiß nit wie lang, Ich stirb und waiß nit wann, Ich far und waiß nit wohin, Mich wundert, das ich froelich bin.
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Interpretation
Das Gedicht "Ich leb und waiß nit" von Unbekannt beschäftigt sich mit den grundlegenden Ungewissheiten des menschlichen Daseins. Der Sprecher reflektiert über die Fragen nach der Dauer des Lebens, dem Zeitpunkt des Todes und dem Ziel nach dem Tod. Diese existenziellen Themen werden in einer einfachen, aber tiefgründigen Weise präsentiert. Die Wiederholung der Phrase "ich waiß nit" (ich weiß nicht) in den ersten drei Versen betont die Unwissenheit und Hilflosigkeit des Menschen angesichts der großen Rätsel des Lebens und des Todes. Diese Wiederholung schafft einen rhythmischen und thematischen Zusammenhalt im Gedicht und unterstreicht die universelle Natur dieser Fragen. Der letzte Vers "Mich wundert, das ich froelich bin" bildet einen überraschenden Kontrast zu den vorherigen Aussagen der Unsicherheit und Unwissenheit. Trotz der Ungewissheiten des Lebens und des Todes findet der Sprecher eine Art von Freude oder Zufriedenheit. Diese Wendung könnte als eine Form der Akzeptanz oder als eine ironische Bemerkung über die menschliche Fähigkeit interpretiert werden, auch inmitten existenzieller Zweifel Freude zu empfinden.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Ich leb und waiß nit, Ich stirb und waiß nit, Ich far und waiß nit
- Paradox
- Mich wundert, das ich froelich bin
- Rhetorische Frage
- Mich wundert, das ich froelich bin