Ich hab‘ eine alte Muhme...
unknownIch hab′ eine alte Muhme, Die ein altes Büchlein hat, Es liegt in dem alten Buche Ein altes, dürres Blatt.
So dürr sind wohl auch die Hände, Die′s einst im Lenz ihr gepflückt. Was mag doch die Alte haben? Sie weint, so oft sie′s erblickt.
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Interpretation
Das Gedicht "Ich hab‘ eine alte Muhme..." von Anastasius Grün handelt von einer alten Frau, die ein altes Buch besitzt, in dem sich ein vertrocknetes Blatt befindet. Dieses Blatt scheint eine tiefe emotionale Bedeutung für die Frau zu haben, da sie jedes Mal weint, wenn sie es erblickt. Das Gedicht lässt vermuten, dass das Blatt von einst im Frühling gepflückt wurde, was auf eine längst vergangene Zeit hindeutet. Die Trockenheit des Blattes und die Tränen der alten Frau lassen darauf schließen, dass das Blatt eine Erinnerung an eine verlorene Liebe oder einen verstorbenen geliebten Menschen ist. Die Frau bewahrt das Blatt als ein Symbol ihrer vergangenen Gefühle und Erinnerungen auf, die sie tief berühren. Das Gedicht vermittelt eine melancholische Stimmung und regt zum Nachdenken über die Vergänglichkeit der Zeit und die Kraft von Erinnerungen an. Die Verwendung von Wiederholungen wie "alt" und "dürr" unterstreicht die Themen der Vergänglichkeit und des Alters. Das Gedicht ist eine einfühlsame Darstellung der menschlichen Erfahrung von Verlust und der Art und Weise, wie wir uns an die Vergangenheit klammern, um uns mit unseren Emotionen zu verbinden.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Das Büchlein hat
- Metapher
- Ein altes, dürres Blatt
- Personifikation
- Das Büchlein hat
- Symbolik
- Ein altes, dürres Blatt
- Vergleich
- So dürr sind wohl auch die Hände