Hymne
1849Wenn ich des Morgens mich erhob, Maria! hörtest du mein Lob. Legte ich mich zum Schlummer hin. Pries ich dich, Himmelskönigin. Als noch die Stunde hell entflog, Den Himmel kein Gewölk umzog, Nahmst du, wie eine Mutter tut, Mein schwaches Herz in deine Hut. Nun, da die Tage freudlos fliehn, Mein Leben Stürme überziehn, Mach meine Zukunft wieder licht Durch Hoffnung und durch Zuversicht.
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Interpretation
Das Gedicht "Hymne" von Edgar Allan Poe ist ein Lobgesang auf Maria, die Himmelskönigin. Der Sprecher preist Maria in allen Lebenslagen, ob beim Aufstehen am Morgen oder beim Zubettgehen am Abend. Er sieht in ihr eine schützende Mutterfigur, die sein Herz in Obhut nimmt. Die Stimmung des Gedichts ist andächtig und ergeben. Der Sprecher fühlt sich von Maria getragen und geborgen, auch wenn das Leben von Stürmen und freudlosen Tagen heimgesucht wird. Er bittet Maria, seine Zukunft wieder mit Hoffnung und Zuversicht zu erfüllen. Die Sprache ist einfach und volkstümlich gehalten. Es werden viele Wiederholungen und Reime verwendet, was dem Gedicht einen rhythmischen, fast wiegenden Charakter verleiht. Die Anrufung Marias in der dritten Person wirkt sehr persönlich und innig.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Wenn ich des Morgens mich erhob, / Maria! hörtest du mein Lob. / Legte ich mich zum Schlummer hin. / Pries ich dich, Himmelskönigin.
- Metapher
- Mein Leben Stürme überziehn
- Personifikation
- Als noch die Stunde hell entflog
- Vergleich
- Nahmst du, wie eine Mutter tut