Huldigung

Hermann Rollett

1819

Wenn ich in des Himmels Bläue Stillerhoben aufwärts schaue, Denke ich an blaue Augen, Und ich denk an Lieb und Treu.

Und wenn ich im trüben In dein blaues Auge schaue, Denke ich an blauen Himmel, Und an blütenvollen Mai.

Ich bin das Meer der Liebe, Du bist die Perle darin, Und die Perle ist des Meeres Verschwiegne Königin.

Ich bin der tiefe Himmel — Du bist der Sternenschein, Der in das Meer der Liebe Hellschimmernd fällt hinien.

Ich bin die Abendglocke — Du bist der süße Klang, Der durch die Lüfte zittert Mit friedlichem Gesang.

Ich bin dein stiller Sänger, Deß Herz in Liebe schlägt, Du aber bist der Gedanke, Der mich zum Himmel trägt.

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Illustration zu Huldigung

Interpretation

Das Gedicht "Huldigung" von Hermann Rollett ist ein Liebesgedicht, das die tiefe Zuneigung und Verehrung des lyrischen Ichs für seine Geliebte ausdrückt. Das Gedicht ist in sechs Strophen gegliedert, wobei jede Strophe eine Metapher verwendet, um die Beziehung zwischen dem lyrischen Ich und seiner Geliebten zu beschreiben. In den ersten beiden Strophen vergleicht das lyrische Ich die blaue Farbe des Himmels mit den blauen Augen seiner Geliebten. Es denkt an Liebe und Treue, wenn es in den Himmel blickt, und an den blauen Himmel und den blühenden Mai, wenn es in die Augen seiner Geliebten schaut. Diese Metaphern verdeutlichen die tiefe Verbundenheit und die Schönheit, die das lyrische Ich in seiner Geliebten sieht. Die folgenden Strophen verwenden weitere Metaphern, um die Beziehung zwischen dem lyrischen Ich und seiner Geliebten zu beschreiben. Das lyrische Ich vergleicht sich selbst mit dem Meer der Liebe, während seine Geliebte die Perle darin ist. Es vergleicht sich mit dem tiefen Himmel und seine Geliebte mit dem Sternenschein, der in das Meer der Liebe fällt. In der letzten Strophe vergleicht das lyrische Ich sich selbst mit einer Abendglocke und seine Geliebte mit dem süßen Klang, der durch die Lüfte zittert. Diese Metaphern verdeutlichen die Harmonie und die tiefe Verbundenheit zwischen dem lyrischen Ich und seiner Geliebten. Insgesamt ist das Gedicht "Huldigung" ein Liebesgedicht, das die tiefe Zuneigung und Verehrung des lyrischen Ichs für seine Geliebte ausdrückt. Die Metaphern und Bilder im Gedicht verdeutlichen die Schönheit, die Harmonie und die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden Liebenden.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
blütenvollen Mai
Bildsprache
Himmels Bläue, blauer Himmel, Perle
Enjambement
Und wenn ich im trüben / In dein blaues Auge schaue
Hyperbel
Ich bin dein stiller Sänger, Des Herz in Liebe schlägt
Kontrast
trüber...blaues Auge
Metapher
Ich bin das Meer der Liebe, Du bist die Perle darin
Parallelismus
Ich bin..., Du bist...
Personifikation
Ich bin die Abendglocke — Du bist der süße Klang
Symbolik
blauer Himmel, blaue Augen
Vergleich
Ich bin der tiefe Himmel — Du bist der Sternenschein