Hör', es klagt die Flöte wieder

Clemens Brentano

1778

Hör’, es klagt die Flöte wieder, Und die kühlen Brunnen rauschen. Golden wehn die Töne nieder, Stille, stille, laß uns lauschen!

Holdes Bitten, mild Verlangen, Wie es süß zum Herzen spricht!

Durch die Nacht, die mich umfangen, Blickt zu mir der Töne Licht.

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Interpretation

Das Gedicht "Hör', es klagt die Flöte wieder" von Clemens Brentano beschreibt eine Stimmung der stillen Melancholie und Sehnsucht. Die Klage der Flöte und das Rauschen der Brunnen schaffen eine Atmosphäre der Ruhe und des Nachdenkens. Die goldenen Töne, die niederwehen, laden den Leser ein, still zu lauschen und sich von der Musik berühren zu lassen. Die Töne werden als "holdes Bitten" und "mild Verlangen" beschrieben, was ihre sanfte und ansprechende Natur unterstreicht. Sie sprechen auf süße Weise zum Herzen und erwecken eine tiefe emotionale Resonanz beim Zuhörer. Die Musik dringt durch die Nacht, die den Sprecher umfängt, und bringt Licht und Hoffnung in die Dunkelheit. Insgesamt vermittelt das Gedicht ein Gefühl von Trost und Erleichterung durch die Kraft der Musik. In der Stille der Nacht bietet die Klage der Flöte einen Ausweg aus der Einsamkeit und eine Verbindung zu etwas Größerem. Die Töne bringen Licht in die Dunkelheit und spenden dem Herzen Trost und Erfüllung.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
Holdes Bitten, mild Verlangen
Anapher
Stille, stille, laß uns lauschen
Metapher
Durch die Nacht, die mich umfangen, / Blickt zu mir der Töne Licht
Onomatopoesie
Und die kühlen Brunnen rauschen
Personifikation
Hör', es klagt die Flöte wieder