Hochsommernacht

Martin Greif

1911

Stille ruht die weite Welt, Schlummer füllt des Mondes Horn, Das der Herr in Händen hält.

Nur am Berge rauscht der Born Zu der Ernte Hut bestellt Wallen Engel durch das Korn.

Anhören

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Hochsommernacht

Interpretation

Das Gedicht "Hochsommernacht" von Martin Greif zeichnet ein idyllisches und mystisches Bild einer Sommernacht. Die Stille und Ruhe, die über die weite Welt ausgebreitet sind, werden durch das Bild des schlafenden Mondes verstärkt, der wie ein Hirt in den Händen des Herrn ruht. Diese Darstellung vermittelt ein Gefühl von Frieden und Geborgenheit, das die Nacht umgibt. Die zweite Strophe führt eine subtile Bewegung in die Szene ein. Während die Welt still liegt, rauscht der Brunnen am Berg, was auf ein lebendiges Element in der ansonsten ruhigen Nacht hindeutet. Die Ernte, die als Hut beschrieben wird, und die Engel, die durch das Korn wallen, fügen eine Schicht von Übernatürlichem und Fruchtbarkeit hinzu. Dies deutet auf eine Verbindung zwischen der natürlichen und der göttlichen Welt hin, in der die Engel die Ernte segnen oder beschützen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine harmonische und fast sakrale Atmosphäre der Sommernacht. Die Verbindung von Ruhe, natürlicher Schönheit und übernatürlicher Präsenz schafft ein Gefühl von Vollständigkeit und Zufriedenheit. Greif nutzt diese Elemente, um eine Szene zu malen, die sowohl irdisch als auch himmlisch ist, und lädt den Leser ein, die Schönheit und den Frieden einer Sommernacht zu erleben.

Schlüsselwörter

stille ruht weite welt schlummer füllt mondes horn

Wortwolke

Wortwolke zu Hochsommernacht

Stilmittel

Alliteration
Stille ruht die weite Welt
Bildlichkeit
Nur am Berge rauscht der Born
Metapher
Das der Herr in Händen hält
Personifikation
Schlummer füllt des Mondes Horn
Symbolik
Wallen Engel durch das Korn