Hirtenbrief an die Kölner

August Wilhelm von Schlegel

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Das Carnaval kommt. Wozu es euch frommt, Ihr Tausendsasa′s? Zum plattesten Spaß, Zum Freßen und Saufen, Nach Huren zu laufen. - Ihr knickrigen Kerle! Gebt Geld für den Dom: Der ist ja Kölns Perle. Sonst schreib′ ich nach Rom, Ich müße hier streuen Die Perlen den Säuen.

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Illustration zu Hirtenbrief an die Kölner

Interpretation

Das Gedicht "Hirtenbrief an die Kölner" von August Wilhelm von Schlegel kritisiert die Lebensweise der Kölner während des Karnevals. Es wirft ihnen vor, sich nur dem Essen, Trinken und ausschweifenden Vergnügungen hinzugeben, anstatt sich auf sinnvollere Tätigkeiten zu konzentrieren. Der Dichter verwendet einen sarkastischen Ton, um die Sinnlosigkeit dieser Verhaltensweisen hervorzuheben. In einem zweiten Teil des Gedichts appelliert Schlegel an die Kölner, Geld für den Dom zu spenden, den er als Kölns Perle bezeichnet. Er droht damit, nach Rom zu schreiben, wenn sie nicht ihren Beitrag leisten. Die Perlen, die er erwähnt, symbolisieren den Wert des Doms, und die Säue stehen metaphorisch für diejenigen, die diesen Wert nicht zu schätzen wissen. Das Gedicht endet mit einer klaren Botschaft: Schlegel fordert die Kölner auf, ihre Prioritäten zu überdenken und sich für den Erhalt des Doms einzusetzen. Er betont, dass der Dom ein wertvolles Kulturgut ist, das geschützt werden muss, und dass die Kölner eine Verantwortung dafür tragen.

Schlüsselwörter

carnaval kommt wozu frommt tausendsasa plattesten spaß freßen

Wortwolke

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Stilmittel

Anapher
Zum plattesten Spaß, Zum Freßen und Saufen,
Anspielung
Ich müße hier streuen Die Perlen den Säuen
Beleidigung
Ihr knickrigen Kerle
Hyperbel
Ihr knickrigen Kerle
Ironie
Sonst schreib′ ich nach Rom
Metapher
Der ist ja Kölns Perle