Hinter den Tannen
1843Sonnenschein auf grünem Rasen, Krokus drinnen blau und blaß; Und zwei Mädchenhände tauchen Blumen pflückend in das Gras.
Und ein Junge kniet daneben, Gar ein übermütig Blut, Und sie schaun sich an und lachen - O wie kenn ich sie so gut!
Hinter jenen Tannen war es, Jene Wiese schließt es ein - Schöne Zeit der Blumensträuße, Stiller Sommersonnenschein!
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Interpretation
Das Gedicht "Hinter den Tannen" von Theodor Storm beschreibt eine idyllische Sommerlandschaft, in der drei Kinder - zwei Mädchen und ein Junge - Blumen pflücken und dabei in freudiger Gemeinschaft miteinander spielen. Die erste Strophe zeichnet ein lebendiges Bild der Natur: sonniges Grün, blaue und blassfarbene Krokusse sowie die Mädchenhände, die in das Gras tauchen, um Blumen zu pflücken. In der zweiten Strophe tritt ein Junge hinzu, der sich auf den Knien neben den Mädchen befindet und eine übermütige Stimmung ausstrahlt. Die Kinder schauen sich an und lachen, was auf eine enge Freundschaft und eine harmonische Atmosphäre hindeutet. Der Erzähler, der die Szene beobachtet, kennt die Kinder gut und erinnert sich an diese schöne Zeit. Die dritte Strophe verweist auf den Ort des Geschehens, der von Tannen umgeben ist und eine Wiese einschließt. Der Erzähler sehnt sich nach der Vergangenheit und denkt an die Zeit der Blumensträuße und des stillen Sommersonnenscheins. Das Gedicht vermittelt eine nostalgische Stimmung und erinnert an die Unschuld und Freude der Kindheit, die für immer in der Erinnerung verankert bleibt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Sonnenschein auf grünem Rasen
- Anapher
- Hinter jenen Tannen war es, jene Wiese schließt es ein
- Bildlichkeit
- Sonnenschein auf grünem Rasen, Krokus drinnen blau und blaß
- Enjambement
- Und zwei Mädchenhände tauchen / Blumen pflückend in das Gras
- Metapher
- Gar ein übermütig Blut
- Parallelismus
- Und sie schaun sich an und lachen - O wie kenn ich sie so gut!
- Personifikation
- Und zwei Mädchenhände tauchen Blumen pflückend in das Gras