Heut, an Leanders Feste...
1784Heut, an Leanders Feste, War alles, traun! aufs beste! Denkt, fette Gänse drei; Beliebte Hasen, zwei; Ein Dutzend stumme Fische; Und gar ein wildes Schwein. “Das alles gab er?” Nein! Die saßen nur bei Tische.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Heut, an Leanders Feste..." von Karl Friedrich Kretschmann schildert eine ausgelassene Feierlichkeit, die an Leanders Festtag stattfindet. Die Zeilen vermitteln einen Eindruck von Überfluss und Genuss, wobei eine Vielzahl von Speisen erwähnt werden. Drei fette Gänse, zwei beliebte Hasen, ein Dutzend stumme Fische und ein wildes Schwein werden aufgezählt, was auf ein üppiges Mahl hindeutet. Die Frage "Das alles gab er?" impliziert eine Erwartungshaltung oder eine mögliche Übertreibung des Gastgebers, der als großzügig und spendabel dargestellt wird. Die Antwort "Nein!" und die anschließende Erklärung, dass diese Speisen "nur bei Tisch saßen", führt jedoch zu einer überraschenden Wendung. Es wird deutlich, dass die Erwartungen enttäuscht werden und die Gäste möglicherweise nicht so verwöhnt werden, wie sie es erhofft hatten. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine humorvolle und leicht ironische Stimmung. Es spielt mit den Erwartungen des Lesers und lässt am Ende eine gewisse Enttäuschung oder ein Gefühl der Täuschung zurück. Die kurzen, prägnanten Zeilen tragen zur rhythmischen und pointierten Darstellung bei, was den Leser zum Schmunzeln bringt und gleichzeitig zum Nachdenken über die Natur von Erwartungen und Realität anregt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Aufzählung
- Denkt, fette Gänse drei; Beliebte Hasen, zwei; Ein Dutzend stumme Fische; Und gar ein wildes Schwein.
- Hyperbel
- Heut, an Leanders Feste, War alles, traun! aufs beste!
- Ironie
- Die saßen nur bei Tische.
- Rhetorische Frage
- "Das alles gab er?" Nein!