Herz, mein Herz, sei nicht beklommen

Heinrich Heine

1887

Herz, mein Herz, sei nicht beklommen, Und ertrage dein Geschick. Neuer Frühling gibt zurück, Was der Winter dir genommen.

Und wie viel ist dir geblieben, Und wie schön ist noch die Welt! Und, mein Herz, was dir gefällt, Alles, alles darfst du lieben!

Anhören

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Herz, mein Herz, sei nicht beklommen

Interpretation

Das Gedicht "Herz, mein Herz, sei nicht beklommen" von Heinrich Heine handelt von der Ermutigung des eigenen Herzens, trotz Widrigkeiten standhaft zu bleiben. Der Sprecher appelliert an sein Herz, nicht niedergeschlagen zu sein und das Schicksal zu ertragen, da der neue Frühling das zurückbringen wird, was der Winter genommen hat. Es geht um die Hoffnung auf Erneuerung und die Überzeugung, dass nach dunklen Zeiten wieder bessere Zeiten kommen werden. Der zweite Teil des Gedichts lenkt den Fokus auf die Schönheit der Welt und die Fülle an Möglichkeiten, die dem Herzen noch geblieben sind. Der Sprecher betont, dass trotz aller Verluste noch viel übrig geblieben ist und dass die Welt noch immer schön ist. Er ermutigt sein Herz, alles zu lieben, was ihm gefällt, und sich nicht durch negative Erfahrungen einschränken zu lassen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine positive und aufbauende Botschaft. Es ermutigt dazu, in schwierigen Zeiten die Hoffnung nicht aufzugeben und sich auf die Schönheit und Fülle des Lebens zu konzentrieren. Der Sprecher appelliert an die Resilienz des Herzens und ermutigt dazu, trotz aller Widrigkeiten offen für Liebe und Freude zu bleiben.

Schlüsselwörter

herz beklommen ertrage geschick neuer frühling gibt zurück

Wortwolke

Wortwolke zu Herz, mein Herz, sei nicht beklommen

Stilmittel

Anapher
Herz, mein Herz
Aufforderung
sei nicht beklommen
Aufzählung
Und, mein Herz, was dir gefällt, Alles, alles darfst du lieben!
Kontrast
Was der Winter dir genommen
Personifikation
Neuer Frühling gibt zurück
Rhetorische Frage
Und wie viel ist dir geblieben