Herz freu dich
1651Herz freu dich, du sollst werden Vom Elend dieser Erden Und von der Sünden Arbeit frei.
Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder, Der Betten ihr begehrt: Es kommen Sund und Zeiten, Da man euch wird bereiten Zur Ruh ein Bettlein in der Erd.
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Interpretation
Das Gedicht "Herz freu dich" von Paul Gerhardt ist ein tröstlicher Lobgesang auf die Aussicht auf ewigen Frieden und Erlösung. Es beginnt mit einer Aufforderung an das Herz, sich zu freuen, da es von den Mühen und Sünden dieser Welt befreit werden soll. Der Sprecher ermutigt die müden Glieder, sich zur Ruhe zu begeben und sich auf das vorzubereiten, was kommen wird. Der zweite Teil des Gedichts beschreibt die Ankunft von "Sund und Zeiten", was als die Endzeit oder der Tod interpretiert werden kann. Es wird betont, dass die Zeit kommen wird, in der man sich auf ein "Bettlein in der Erd" vorbereitet, was als ein Grab oder ein Ort der letzten Ruhe verstanden werden kann. Der Sprecher verspricht, dass diese Ruhe eine Erleichterung von den Mühen und Sorgen des Lebens sein wird. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Hoffnung und des Trostes. Es ermutigt den Leser, sich auf die Aussicht auf ewigen Frieden und Erlösung zu freuen und sich auf die Zeit nach dem Tod vorzubereiten. Es ist ein Lobgesang auf die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod, das frei von den Mühen und Sorgen dieser Welt ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Apostrophe
- Herz freu dich, du sollst werden
- Hyperbel
- Sünden Arbeit
- Metapher
- Bettlein in der Erd
- Personifikation
- Nun geht, ihr matten Glieder
- Symbolik
- Elend dieser Erden