Herr von Goethe
1811Siehe, das nenn ich doch würdig, fürwahr, sich im Alter beschäftgen!
Er zerlegt jetzt den Strahl, den seine Jugend sonst warf.
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Interpretation
Das Gedicht "Herr von Goethe" von Heinrich von Kleist ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem späten Werk Johann Wolfgang von Goethes. Kleist wirft Goethe vor, dass er sich im Alter mit banalen Dingen beschäftigt und dabei seine jugendliche Kreativität und Inspiration verloren hat. Kleist vergleicht Goethes jugendliche Werke mit einem Strahl, der hell und kraftvoll war. Nun aber, im Alter, zerlegt Goethe diesen Strahl in seine Einzelteile, anstatt ihn weiterhin als Ganzes zu nutzen. Kleist sieht darin einen Verlust an Kreativität und Inspiration. Das Gedicht ist eine Kritik an Goethes spätem Werk und an der Vorstellung, dass Künstler im Alter ihre Kreativität verlieren. Kleist fordert Goethe auf, sich wieder seiner jugendlichen Inspiration zu besinnen und nicht mit banalen Dingen zu beschäftigen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Er zerlegt jetzt den Strahl, den seine Jugend sonst warf
- Personifikation
- Siehe, das nenn ich doch würdig, fürwahr, sich im Alter beschäftgen!