Herbst

Ferdinand Ludwig Adam von Saar

unbekannt

Der du die Wälder färbst, Sonniger, milder Herbst, Schöner als Rosenblüh′n Dünkt mir dein sanftes Glüh′n.

Nimmermehr Sturm und Drang, Nimmermehr Sehnsuchtsklang; Leise nur athmest du Tiefer Erfüllung Ruh′.

Aber vernehmbar auch Klaget ein scheuer Hauch, Der durch die Blätter weht: Daß es zu Ende geht.

Anhören

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Herbst

Interpretation

Das Gedicht "Herbst" von Ferdinand Ludwig Adam von Saar ist eine Ode an die Jahreszeit Herbst. Der Sprecher lobt die Farbenpracht und das sanfte Leuchten des Herbstes, das ihm schöner erscheint als die Blüten der Rosen. Der Herbst wird als friedlich und ruhig beschrieben, ohne Sturm und Drang oder Sehnsucht. Die zweite Strophe unterstreicht die Ruhe und Erfüllung des Herbstes. Der Sprecher betont, dass der Herbst sanft atmet und eine tiefe Ruhe ausstrahlt. Dies steht im Kontrast zu den turbulenten und unruhigen Aspekten des Lebens. In der letzten Strophe jedoch wird eine leise Klage eingeführt. Ein scheuer Hauch klagt durch die Blätter, dass alles zu Ende geht. Dies deutet auf die Vergänglichkeit des Lebens und der Natur hin, auch wenn der Herbst eine Zeit der Ruhe und Erfüllung ist. Das Gedicht endet mit einem Hauch von Melancholie, der die Schönheit des Herbstes unterstreicht.

Schlüsselwörter

nimmermehr wälder färbst sonniger milder herbst schöner rosenblüh

Wortwolke

Wortwolke zu Herbst

Stilmittel

Metapher
Der durch die Blätter weht
Personifikation
Klagen eines scheuen Hauchs
Vergleich
Schöner als Rosenblüh'n