Heimweh
1849Was zieht uns aus der Fremde bunten Kreisen Zur Heimath hin mit stürmischer Gewalt, Als ginge ewig dort in sanften Gleisen Der Strom des Glücks, der sonst uns nirgends wallt?
Was löschet in verborgnen, heissen Thränen Des Lebens Glanz, der düster uns verbleicht, Wenn still herbei geführt von zartem Sehnen Das Bild des Vaterlandes uns beschleicht? -
Es ist das , das mit bangen Schmerzen In fremden Ländern schauernd uns ergreift, Das nach und nach von dem erkrankten Herzen Den Blüthenschimmer jedes Frohsinns streift.
Das zieht uns aus der Fremde schönern Kreisen Zum Vaterland mit mächtiger Gewalt, Und tauscht den Trieb nach Neuheit und nach Reisen In Wünsche um nach stetem Aufenthalt.
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Interpretation
Das Gedicht "Heimweh" von Charlotte von Ahlefeld thematisiert das tiefe Verlangen nach der Heimat und die emotionale Kraft, die dieses Gefühl ausübt. Die Autorin beschreibt, wie Menschen aus bunten und aufregenden fremden Kreisen in die Heimat zurückgezogen werden, als ob dort ein stetiger Strom des Glücks fließen würde, der sonst nirgends zu finden ist. Dieses Heimweh wird als stürmische und mächtige Kraft dargestellt, die den Wunsch nach Neuheit und Reisen in den Wunsch nach einem beständigen Aufenthalt in der Heimat verwandelt. Ahlefeld schildert die emotionale Wirkung des Heimwehs, die das Herz ergreift und
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Betonung
- Das zieht uns ... Und tauscht den Trieb ... In Wünsche um ...
- Gegenüberstellung
- Fremde schönern Kreisen ... Vaterland
- Metapher
- Blüthenschimmer jedes Frohsinns
- Personifikation
- Der Strom des Glücks ... wallt
- Rhetorische Frage
- Was löschet ... Des Lebens Glanz ...?