Heimliches Glück
1171Wir haben die lange Winternacht Mit Freuden wohl empfangen, Ich und ein Ritter wohlbedacht; Sein Wille, der ist ergangen. Wie wir es uns geträumt, hat sacht Und lieb er′s an ein Eid gebracht Mit mancher Freude und Liebe viel: Er ist, wie ihn mein Herze will.
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Interpretation
Das Gedicht "Heimliches Glück" von Dietmar von Aist thematisiert eine heimliche Liebesnacht zwischen dem lyrischen Ich und einem Ritter. Die "lange Winternacht" wird mit "Freuden" empfangen, was auf eine ersehnte und genossene Vereinigung hindeutet. Die Verwendung des Wortes "heimlich" im Titel lässt vermuten, dass diese Liebe gesellschaftlich nicht akzeptiert oder zumindest nicht öffentlich gemacht werden darf. Die Beziehung zwischen dem lyrischen Ich und dem Ritter wird als erfüllend und harmonisch dargestellt. Der Ritter wird als "wohlbedacht" beschrieben, was auf seine Rücksichtnahme und sein Bedenken für die Gefühle des lyrischen Ichs hindeutet. Der Schwur ("Eid") bei der Vereinigung unterstreicht die Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit der Liebe, die mit "viel Freude und Liebe" gefeiert wird. Im letzten Vers drückt das lyrische Ich seine vollkommene Zufriedenheit mit dem Ritter aus. Die Formulierung "Er ist, wie ihn mein Herze will" verdeutlicht die perfekte Übereinstimmung zwischen den Wünschen des lyrischen Ichs und der Realität. Das Gedicht endet somit auf einer positiven Note und betont die Erfüllung und das Glück, das die heimliche Liebe dem lyrischen Ich bringt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Wir haben die lange Winternacht
- Metapher
- Wie wir es uns geträumt
- Personifikation
- Sein Wille, der ist ergangen
- Reimschema
- acht - Nacht, empfangen - angetan, geträumt - Eid gebracht
- Symbolik
- Winternacht (Zeit der Ruhe und Intimität)