Heimkehr

Adolf Friedrich Graf von Schack

1815

Leiser schwanken die Äste; Der Kahn fliegt uferwärts; Heim kehrt die Taube zum Neste; Zu dir kehrt heim mein Herz.

Genug am schimmernden Tage, Wenn rings das Leben lärmt, Mit irrem Flügelschlage Ist es ins Weite geschwärmt.

Doch nun die Sonne geschieden Und Stille sich senkt auf den Hain, Fühlt es: bei dir ist der Frieden, Die Ruhe bei dir allein.

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Interpretation

Das Gedicht "Heimkehr" von Adolf Friedrich Graf von Schack beschreibt die Sehnsucht nach Ruhe und Geborgenheit nach einem turbulenten Tag. Es verwendet Naturbilder wie schaukelnde Äste, einen fliegenden Kahn und eine Taube, die zu ihrem Nest zurückkehrt, um die innere Zerrissenheit des lyrischen Ichs darzustellen. Der Tag wird als laut und hektisch beschrieben, in dem das Leben "mit irrem Flügelschlag" ins Weite geschwärmt ist. Dies symbolisiert die Ablenkungen und Herausforderungen des Alltags. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Nacht als Zeit der Ruhe und Besinnung eingeführt. Die untergegangene Sonne und die Stille, die sich auf den Hain senkt, stehen für einen Rückzug aus der Welt. Das lyrische Ich findet in dieser Stille Frieden und Ruhe, die es nur bei einer bestimmten Person findet. Die Wiederholung des Wortes "Heimkehr" unterstreicht die Sehnsucht nach einem sicheren Hafen und einem Ort der Geborgenheit. Insgesamt vermittelt das Gedicht die Idee, dass wahre Ruhe und Frieden nur in der Nähe einer geliebten Person gefunden werden können. Es zeigt die Bedeutung von zwischenmenschlichen Beziehungen und den Wunsch nach einem Ort der Zuflucht in einer hektischen Welt.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

metapher
Fühlt es: bei dir ist der Frieden
personifikation
Und Stille sich senkt auf den Hain