Hast du die Lippen mir

Heinrich Heine

1797

Hast du die Lippen mir wundgeküßt, So küsse sie wieder heil, Und wenn du bis Abend nicht fertig bist, So hat es auch keine Eil.

Du hast ja noch die ganze Nacht, Du Herzallerliebste mein! Man kann in solch einer ganzen Nacht Viel küssen und selig sein.

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Illustration zu Hast du die Lippen mir

Interpretation

Das Gedicht "Hast du die Lippen mir" von Heinrich Heine beschreibt eine leidenschaftliche Liebeserklärung. Der Sprecher bittet seine Geliebte, seine Lippen zu küssen, um die durch frühere Küsse verursachte "Wunde" zu heilen. Die Wiederholung des Küssens wird als heilend und erneuernd dargestellt. Die zweite Strophe betont die zeitlose Natur der Liebe. Der Sprecher sagt, dass es keine Eile gibt und dass seine Geliebte die ganze Nacht Zeit hat, ihn zu küssen. Die Nacht wird als ein endloser Raum für Zärtlichkeiten und Glückseligkeit dargestellt. Das Gedicht endet mit der Betonung der Intensität der Liebe. Der Sprecher sagt, dass man in einer ganzen Nacht viel küssen und selig sein kann. Die Wiederholung des Wortes "viel" unterstreicht die unendliche Natur der Liebe und der damit verbundenen Freuden.

Schlüsselwörter

hast nacht lippen wundgeküßt küsse heil abend fertig

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Stilmittel

Anapher
So küsse sie wieder heil, Und wenn du bis Abend nicht fertig bist
Hyperbel
Du hast ja noch die ganze Nacht, Du Herzallerliebste mein!
Metapher
Viel küssen und selig sein
Personifikation
Und wenn du bis Abend nicht fertig bist, So hat es auch keine Eil.