Happy Christmas
1883Happy Christmas, dear old Un! Will Dir wer was Böses thun, Drücke kalten Blutes Beide Augen zu. Tu dann dafür doppelt Gutes Deinem Kuttel Daddeldu.
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Interpretation
Das Gedicht "Happy Christmas" von Joachim Ringelnatz ist ein kurzes, aber tiefgründiges Werk, das den Leser mit seiner ungewöhnlichen Sprache und Struktur herausfordert. Es scheint eine Art moralische Lektion zu vermitteln, die in der festlichen Stimmung von Weihnachten eingebettet ist. Die erste Strophe des Gedichts richtet sich an eine Person, die als "lieber alter Un" bezeichnet wird. Der Sprecher wünscht dieser Person ein frohes Weihnachtsfest und rät ihr, im Falle von bösen Absichten anderer, die Augen "kaltblütig" zu schließen. Dies könnte als Aufforderung interpretiert werden, negative Einflüsse oder Absichten zu ignorieren und sich nicht provozieren zu lassen. In der zweiten Strophe wird die Reaktion auf mögliche negative Absichten beschrieben. Der Sprecher rät dazu, "doppelt Gutes" zu tun, und zwar dem "Kuttel Daddeldu". Diese ungewöhnliche Phrase könnte als Metapher für das eigene Herz oder die eigene Seele verstanden werden. Der Rat, im Angesicht von Bösem doppelt Gutes zu tun, könnte als Aufruf zur positiven Handlung und zur Überwindung von Negativität durch Liebe und Güte interpretiert werden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Resilienz und der positiven Reaktion auf negative Einflüsse. Es ermutigt den Leser, in schwierigen Situationen standhaft zu bleiben und durch gute Taten das eigene Herz zu stärken. Die festliche Stimmung von Weihnachten dient als Hintergrund für diese moralische Lektion, die in einer Zeit des Friedens und der Freude besonders relevant erscheint.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anrede
- Happy Christmas, dear old Un!
- Imperativ
- Drücke kalten Blutes / Beide Augen zu.
- Kontrast
- Tu dann dafür doppelt Gutes / Deinem Kuttel Daddeldu.
- Personifikation
- dear old Un