Hansel und Gretel
1922Hansel und Gretel stehen zu zwei′n, Der Hansel ist grob, Und die Gretel ist fein, Der Hansel ist dick, Und die Gretel ist dünn, Der Hansel ist aus Birkenholz, Die Gretel ist aus Zinn. Heißa, juchheißa, wer wird nun König? Was einer zuviel hat, hat der andre zuwenig!
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Interpretation
Das Gedicht "Hansel und Gretel" von Paula Dehmel ist eine moderne Interpretation des klassischen Märchens. Es beschreibt die beiden Protagonisten, Hansel und Gretel, als Figuren aus Holz und Zinn, die in ihrer physischen Erscheinung stark kontrastieren. Während Hansel als grob und dick beschrieben wird, ist Gretel fein und dünn. Diese Beschreibungen verdeutlichen die Unterschiede zwischen den beiden Charakteren. Das Gedicht betont die Ungleichheit zwischen Hansel und Gretel. Es suggeriert, dass einer von ihnen zu viel hat, während der andere zu wenig besitzt. Diese Ungleichheit könnte sich auf verschiedene Aspekte beziehen, wie zum Beispiel materiellen Besitz oder persönliche Eigenschaften. Es wird deutlich, dass die beiden Figuren in ihrer Beziehung zueinander ein Ungleichgewicht aufweisen. Der abschließende Satz "Heißa, juchheißa, wer wird nun König?" lässt auf eine mögliche Rivalität oder Konkurrenz zwischen Hansel und Gretel schließen. Es stellt die Frage nach der Macht und dem Einfluss, den jeder von ihnen haben könnte. Die Verwendung des Wortes "König" deutet auf eine Hierarchie hin und lässt vermuten, dass einer von ihnen eine dominante Rolle einnehmen könnte. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre von Ungleichheit und Konkurrenz zwischen Hansel und Gretel. Es wirft Fragen nach Macht und Einfluss auf und lässt den Leser über die Dynamik ihrer Beziehung nachdenken.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Gegensatz
- Der Hansel ist aus Birkenholz, Die Gretel ist aus Zinn
- Kontrast
- Hansel und Gretel stehen zu zwei'n
- Wiederholung
- Der Hansel ist... Und die Gretel ist...