Hand
1830Lieber von einer Hand, die wir nicht drücken möchten, geschlagen, als von ihr gestreichelt werden.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Hand" von Marie von Ebner-Eschenbach thematisiert die Ambivalenz menschlicher Beziehungen und die Vorliebe für Ehrlichkeit gegenüber falscher Zuneigung. Die Hand symbolisiert dabei die Berührung und den Kontakt zwischen Menschen, wobei die unerwünschte Berührung als ehrlich und authentisch dargestellt wird. Das Gedicht beginnt mit der Betonung einer "Hand, die wir nicht drücken möchten", was auf eine ablehnende Haltung oder eine negative Beziehung hindeutet. Der Ausdruck "lieber geschlagen" impliziert, dass eine direkte, wenn auch schmerzhafte, Interaktion bevorzugt wird. Dies könnte als Kritik an oberflächlichen oder heuchlerischen Beziehungen verstanden werden, bei denen die wahre Natur der Verbindung verborgen bleibt. Der Kontrast zwischen "geschlagen" und "gestreichelt" unterstreicht die Präferenz für Authentizität gegenüber falscher Zärtlichkeit. Das Gedicht fordert den Leser dazu auf, die Wahrheit einer Beziehung zu erkennen und zu akzeptieren, anstatt sich von einer Fassade der Freundlichkeit täuschen zu lassen. Es betont die Wichtigkeit von Ehrlichkeit und Direktheit in menschlichen Beziehungen, selbst wenn diese schmerzhaft sein können.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Antithese
- Lieber von einer Hand, die wir nicht drücken möchten, geschlagen, als von ihr gestreichelt werden.
- Kontrast
- Lieber von einer Hand, die wir nicht drücken möchten, geschlagen, als von ihr gestreichelt werden.