Halte nicht zurück die Meinung!

Adolf Glaßbrenner

1832

Halte nicht zurück die Meinung! Aus dem Herzen in die Welt! Lass getrost in die Erscheinung Treten, was dir wohlgefällt. Strafe kühn das Geistig-Hohle!

Mach dich zu der Wahrheit Hort! Alles dient dem Staat zum Wohle, Und bei uns heißt die Parole: Licht und Luft dem freien Wort!

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Interpretation

Das Gedicht "Halte nicht zurück die Meinung!" von Adolf Glaßbrenner ist ein kraftvolles Plädoyer für freie Meinungsäußerung und geistige Aufrichtigkeit. Der Autor fordert den Leser auf, seine Meinung mutig und unverblümt zu äußern, ohne sie im Herzen zu verbergen. Die Metapher des "Herzens in die Welt" lässt darauf schließen, dass Glaßbrenner einen direkten, authentischen Ausdruck der eigenen Gedanken und Gefühle befürwortet. In den folgenden Zeilen betont der Dichter die Wichtigkeit, das zu äußern, was einem gefällt und als wertvoll erachtet wird. Gleichzeitig ruft er dazu auf, das "Geistig-Hohle" kühn zu bestrafen, was als Kritik an oberflächlichen oder inhaltsleeren Ideen interpretiert werden kann. Diese Passage unterstreicht die Notwendigkeit, sich nicht nur für die eigene Meinung einzusetzen, sondern auch aktiv gegen das anzugehen, was als geistlos oder unwahr empfunden wird. Das Gedicht schließt mit einem Aufruf, sich zur Wahrheit zu bekennen und sie zu verteidigen. Glaßbrenner verknüpft diese Forderung mit dem Wohl des Staates und verwendet die Parole "Licht und Luft dem freien Wort!" als Kampfruf für die Freiheit der Meinungsäußerung. Diese letzte Zeile fasst die zentrale Botschaft des Gedichts zusammen: Die freie Rede und der ungehinderte Austausch von Ideen sind essentiell für das Wohlergehen der Gesellschaft und sollten geschützt und gefördert werden.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Bildsprache
Lass getrost in die Erscheinung Treten, was dir wohlgefällt
Imperativ
Halte nicht zurück die Meinung!
Metapher
Mach dich zu der Wahrheit Hort
Personifikation
Strafe kühn das Geistig-Hohle
Symbolik
Licht und Luft dem freien Wort