Halt!
1794Eine Mühle seh ich blinken Aus den Erlen heraus, Durch Rauschen und Singen Bricht Rädergebraus.
Ei willkommen, ei willkommen, Süßer Mühlengesang! Und das Haus, wie so traulich! Und die Fenster, wie blank!
Und die Sonne, wie helle Vom Himmel sie scheint! Ei, Bächlein, liebes Bächlein, War es also gemeint?
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Interpretation
Das Gedicht "Halt!" von Wilhelm Müller beschreibt die Begegnung des lyrischen Ichs mit einer Mühle in einer idyllischen Naturlandschaft. Die Mühle wird als ein Ort des Willkommens und der Behaglichkeit dargestellt, der durch das Rauschen und Singen des Wassers und das Geräusch der Räder eine beruhigende Atmosphäre schafft. Die Wiederholung des Ausrufs "Ei willkommen" unterstreicht die Freude und Erleichterung des Ichs bei diesem Anblick. Die Beschreibung der Mühle und ihrer Umgebung ist geprägt von positiven Attributen wie "traulich" für das Haus und "blank" für die Fenster, was auf Sauberkeit und Ordnung hindeutet. Die helle Sonne, die vom Himmel scheint, trägt zur allgemeinen Stimmung der Geborgenheit und des Friedens bei. Die Mühle wird somit zu einem Symbol für einen Zufluchtsort und eine Oase der Ruhe in der Natur. Das Gedicht endet mit einer Frage an das Bächlein, ob es diese Begegnung so beabsichtigt habe. Dies lässt darauf schließen, dass das lyrische Ich eine tiefere Bedeutung in dieser Begegnung sieht, möglicherweise als eine Art Fügung oder als Antwort auf eine innere Sehnsucht nach Ruhe und Geborgenheit. Die Mühle und ihre Umgebung werden so zu einem Ort der Reflexion und des Innehaltens für das Ich.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Aus den Erlen heraus, Durch Rauschen und Singen Bricht Rädergebraus
- Anapher
- Ei willkommen, ei willkommen
- Bildsprache
- Eine Mühle seh ich blinken Aus den Erlen heraus
- Metapher
- Süßer Mühlengesang
- Personifikation
- Ei, Bächlein, liebes Bächlein, War es also gemeint?